Verlagsprogramm

   

Georges Anglade,

Und wenn Haiti den USA den Krieg erklärt?


Aus dem Französischen von Peter Trier


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In Haiti ist nichts so wie im Rest der Welt, auch nicht der Irakkrieg, denn dank ihm kommt einigen Leuten eine großartige Idee: Und wenn Haiti den USA den Krieg erklärt? Ein paar Bomben, eine Landung der Marines und sofort danach Wiederaufbauprogramme, von denen man sonst nur träumen könnte. Allerdings muss erst einmal ein Kriegsgrund her. Kein Problem, denn die Haitianer kennen ihre Yankees, haben sie doch schon zwei amerikanische Besatzungsperioden hinter sich. Sollte das Ende der dreihundertjährigen Pechsträhne gekommen sein? Zwölf Stunden lang tanzen Amerikaner, Franzosen und die UNO nach der Pfeife des kleinen Inselstaates…

Georges Anglade, ehemaliger politischer Gefangener und Minister, schreibt aus intimer Kenntnis des haitianischen und internationalen Politikbetriebs eine brillante Satire in der Tradition der lodyans, der Erzählgattung, die zur haitianischen Kultur gehört wie das Kreolische und der Voodoo und in der sich der typische Humor der leidgeprüften Schwarzenrepublik entfaltet.

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Und wenn Haiti den USA den Krieg erklärt? bestellen (Preis: 9,90€).

 

Georges Anglade,

Das Lachen Haitis


Ein Mosaik aus 90 lodyans
Aus dem Französischen von Peter Trier

Platz zwei der Bestenliste Weltempfänger 2/2009


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(312 S, 24,80 €)


Die Lodyans, eine bis nach Afrika zurückreichende Erzählform, gehört zur haitianischen Kultur wie das Kreolische oder der Voodoo. Georges Anglade hat dieses Genre wiederentdeckt und wiederbelebt. In diesem Band sind neunzig Lodyans zu einem Mosaik Haitis vereinigt, das die haitianische Provinz, die Hauptstadt und das Milieu der Auslandshaitianer umfasst. Dank Georges Anglades Humor funkeln seine reichen Erfahrungen in den neunzig Miniaturen immer wieder in tausend überraschenden Facetten. Wer dieses Buch liest, für den steht Haiti nicht mehr nur für Chaos und Diktatur. Ein Werk voll überraschendem Witz, Weisheit und Wärme, das literarische Hauptwerk des großen Humanisten Georges Anglade.

Pressestimmen zu "Das Lachen Haitis".

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Das Lachen Haitis bestellen (Preis: 24,80€).

   

 

Maryse Condé,

Victoire

(erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2010)

 

Die Geschichte von Victoire Quidal, Großmutter der Autorin Maryse Condé, die Ende des 19. Jahrhunderts auf Guadeloupe aufwächst. Obwohl sie nie lesen und schreiben lernt und nur kreolisch spricht, gelingt es ihr, als talentierte Köchin ihrer Tochter einen sozialen Aufstieg zu ermöglichen.
Ein faszinierendes Sittengemälde der französischen Antillen zur Kolonialzeit

 

 

Kettly Pierre Mars,

Fado

(erscheint im Herbst 2010)

 

Aus dem Französischen von Dr. Antje Tennstedt

Nach der Trennung von ihrem Mann erfindet Anaïse sich eine neue Identität und wird zu Frida, einer Prostituierten in einem Bordell von Port-au-Prince. Dank Frieda ergreift sie wieder Besitzt von ihrem Körper und glaubt aufs Neue an die Liebe. Im Rhythmus des Fado verschwimmen die Grenzen von Vernunft und Wahn, Leben und Tod.
„Sinnlich und provozierend ist ‚Fado’ das wundervolle Porträt einer verliebten Frau“ (Anna Topaloff, „Marianne“)

 

 

Emmelie Prophète,
Das Testament der Einsamen

(erscheint voraussichtlich im Herbst 2010)


Drei Generationen von Frauen leiden still und ohne Zeugen, verloren in der Einsamkeit und im Exil, Spiegelbild eines Landes in Trauer. Zeugnisse von Frauen, für die Hoffnung und Glück unbewohnte Gefilde sind.
Ausgezeichnet mit dem grand prix littéraire Caraïbe der’ADELF (Association des Écrivains de Langue Française) 2009

 

 

Louis-Philippe Dalembert,

Die Insel am Ende der Träume


Aus dem Französischen von Peter Trier

 

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Es zählt nur die Gegenwart und der Zaster, den du in der Tasche hast, so lautet die Devise des namenlosen Erzählers, der ziellos die Welt durchstreift und für den Ungebundenheit das höchste Gut ist. Warum also nicht akzeptieren, als ein Zufallsbekannter in einer Bar von Santiago de Cuba ihm vorschlägt, auf die Ile de la Tortue, den alten Piratenschlupfwinkel in der Karibik, zu fahren, um den Schatz von Pauline Bonaparte, der Schwester Napoleons, zu heben. Einmal auf La Tortue angekommen, nimmt die Schatzsuche jedoch einen unvermuteten Verlauf, und auch sein Begleiter verhält sich immer rätselhafter. Das Abenteuer, das er erlebt, zwingt ihn schließlich auch, sich mit seiner Lebensweise und seinen eigenen Überzeugungen auseinanderzusetzen…

Ein Buch in der Tradition des Abenteuerromans voll überschwänglicher Fabulierkunst und Humor.

Pressestimmen zu "Die Insel am Ende der Träume".

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Louis-Philippe Dalembert,

Gottes Bleistift hat keinen Radiergummi


Aus dem Französischen von Peter Trier


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Eine Kindheit im Hafenviertel von Port-aux-Crasses, Hauptstadt des Karibikstaates Salbounda. Der bevorzugte Aufenthalt des kleinen Jungen ist ein ausgedienter Peugeot 304, in dessen Rückspiegel er die Welt, die bunte Fauna des Viertels, beobachten kann. Eine Welt, die zusammenbricht, als seine Großmutter ihm ankündigt, dass sie in ein anderes Viertel umziehen müssen. Für den kleinen Jungen, der seine Eltern nie gekannt hat, bedeutet das die Trennung von seiner wahren Familie, von Faustin, dem Schuhputzer, der sich nachts in den gleichnamigen Kaiser von Salbounda verwandelt, und den anderen Gestalten, die sich um die Veranda seiner Großmutter herum durchs Leben schlagen. Erst dem Mann, der fünfundzwanzig Jahre später aus dem Ausland zurückkehrt, wird klar, dass er damit auch die frühe Kindheit, „dieses andere Land von sich selbst“ für immer verlassen hat. Dennoch versucht er, mit Hilfe seiner Erinnerungen und seiner Phantasie dieses Land wieder zu bewohnen.

Louis-Philippe Dalemberts erster Roman, entstanden 1994-95, bietet pralle Schilderungen des Alltags der kleinen Leute in der Karibik und eine einfühlsame Auseinandersetzung mit den Themen Kindheit und Heimat.

Pressestimmen zu "Gottes Bleistift Hat Keinen Radiergummi".

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Louis-Philippe Dalembert,

Jenseits der See

Platz fünf der Bestenliste Weltempfänger 2/2009


Eine Familiensaga aus der Karibik
Aus dem Französischen von Peter Trier


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(148 S, 14,80 €)


Eine Insel auf der anderen Seite des Ozeans, wo Abschied, Exil und Flucht allgegenwärtig sind. „Jenseits der See“ erzählt von der langen Wanderung des haitianischen Volkes, dessen Schicksal von den Sklavenschiffen bis zu den Kanus der Boatpeople immer mit einer anderen Seite, einem Jenseits der See verknüpft war.
Bleiben oder gehen, freiwillig oder gezwungen, diese Fragen variiert Louis-Philippe Dalembert in dieser Familiensage virtuos aus dem Blickwinkel der Hauptpersonen. Louis-Philippe Dalemberts zweiter Roman, der mit dem Prix RFO ausgezeichnet wurde, erscheint gerade in Haiti und erregt dort Aufsehen, weil er ein selten thematisiertes Ereignis behandelt, den Massenmord an ca. 20 000 Haitianern in der Dominikanischen Republik.

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Gary Victor,

Der Blutchor


Aus dem Französischen von Peter Trier


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Ein Mann fürchtet, das Schicksal der Kokosnüsse zu erleiden. Das Leben eines hohen Beamten ändert sich von einem Tag auf den anderen, als ihm ein Schwanz wächst. Ein im Traum abgeschlossener Handel wird beängstigende Wirklichkeit. Jemand versucht, dem Programmierer auf die Spur zu kommen, der über sein Leben bestimmt… In den hier versammelten Erzählungen zeigt Gary Victor die ganze Vielseitigkeit seines Talents. Satire und Tragik, Realismus und Fantastisches durchdringen einander zu jenem unverwechselbaren Stil, der ihn zum meistgelesenen Gegenwartsautor seines Landes macht.

Einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen karibischen Literatur erstmals auf Deutsch.

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Abdourahman A. Waberi,

Schädelernte


Aus dem Französischen von Peter Trier


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Von April bis Juli 1994 findet in Ruanda ein Massaker statt, das später von der UNO als Völkermord anerkannt wird. 1998 reist der dschibutische Autor Abdourahman A. Waberi im Rahmen des Projektes „Rwanda: érire par devoir de mémoire“ („Ruanda: Schreiben aus Pflicht zur Erinnerung“) nach Kigali. „Schädelernte“ ist ein Werk zwischen Fiktion und Reportage, in seiner Unklassifizierbarkeit Abbild, der Schwierigkeit, das Ereignis in Kategorien wie „ethnischer Konflikt“ einzuordnen und sich ihm erzählend zu nähern. „Wenn das Werk ein langanhaltendes Echo hervorruft […], dann weil seine Stimme nicht die des Analytikers, des Politikers oder Historikers ist, sondern die des Poeten, der mehr als die Vorgenannten durch tausende individuelle und kollektive Tragödien hindurch den Menschen in uns befragt“ (Blandine Longre, Sitarmag.com, Januar 2005)

Pressestimmen zu "Schädelernte".

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Schädelernte bestellen (Preis: 7,80€).












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